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Die Unterbringung in der Justizvollzugsanstalt Tübingen.

Die Justizvollzugsanstalt in Tübingen ist eine „kleine“ Haftanstalt die im Jahr 1905 erstmalig mit Gefangenen belegt wurde. Ungefähr 70 Untersuchungsgefangene sind hier untergebracht sind.  Die Zellenausstattung unterscheidet sich nicht von der in Rottenburg. Auch hier in Tübingen sind Einzelzellen nur bedingt vorhanden, der größere Anteil der Hafträume sind mit 2 bis 4 Insassen belegt. Der Haftalltag für die Untersuchungsgefangenen wird in der Regel nur durch den Hofgang und das Angebot von Sportgruppen unterbrochen. Einen Aufschluß wie in der Hauptanstalt in Rottenburg gibt es hier nicht.

Die gesetzlichen Vorgaben für den Vollzug der Untersuchungshaft in Baden-Württemberg werden im Justizvollzugsgesetzbuch Baden-Württemberg-Buch 2 geregelt.

Hier einige Unterschiede zur Strafhaft:

  • Bis zur Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung
  • Keine Pflicht, Gefangenenkleidung zu tragen
  • Besuche werden optisch und akustisch überwacht
  • Keine Arbeitspflicht für erwachsene Untersuchungshäftlinge
  • Der Postverkehr wird vom zuständigen Haftrichter oder vom zuständigen Staatsanwalt überwacht

Im Gegensatz zur Strafhaft gibt es in der Untersuchungshaft keine Arbeitspflicht. Ausnahme hiervon sind minderjährige Jugendliche, für sie gilt die Schulpflicht! D.h. in  Untersuchungshaftanstalten für Jugendliche werden die Insassen von Lehrkräften unterrichtet. In der Untersuchungshaftanstalt in Tübingen sind insgesamt fünfzehn Arbeitsplätze vorhanden. Zwölf für Montage- und Verpackungsarbeiten, sowie drei Arbeitsplätze für  Hausarbeiter.

Dienstleiter:   Jürgen Aberle

Doppelzelle in der Untersuchungshaft. Das Treppenhaus in der Außenstelle Tübingen.
            Blick vom Amtsgericht Tübingen auf das Vollzugsgebäude.              

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